Im Vergleich zu den Bestrebungen der US-Besatzer Deutschlands, das Schulwesen nach Kriegsende nicht nur zu entnazifizieren, sondern auch grundlegend zu reformieren, sind ähnliche Initiativen auf dem Niveau der akademischen Berufsausbildung an Universitäten und Technischen Hochschulen kaum erforscht worden. Diese Untersuchung weist weder bei verantwortlichen US-Besatzungsgremien noch bei tonangebenden US-Berufsverbänden oder ihrer Fachpresse irgendeinen starken Druck (Motivation?) nach, eine vermeintliche �illiberal education� an den Fakultäten zu bekämpfen. Trotz Organisationsverbotes und Nichtheranziehung der gleichgeschalteten deutschen akademischen Berufsverbände �versäumten� die US-Behörden auch deswegen die Chance, das Hochschulwesen grundlegend zu reformieren, weil akademische Ratgeber und professionelle Verbände der USA den Kern der akademischen Berufsausbildung, nachdem er einmal personell entnazifiziert worden war � weitgehend als solide (und zuverlässig) angesehen haben
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