Dieser Aufsatz stellt Differenzen und Ähnlichkeiten in der Entwicklung der deutschen und amerikanischen pädagogischen Psychologie in der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen dar. Die These lautet, daß es unterschiedliche pädagogische Traditionen in beiden Ländern gibt, daß aber kein Konsens über die theoretischen und methodologischen Grundlagen der pädagogischen Psychologie vorhanden war. Zugleich bildeten sich jedoch Ähnlichkeiten heraus, die sich nicht notwendigerweise nur auf wissenschaftsinterner Ebene, sondern auch auf wissenschaftsexterner Ebene situierten. In diesem Zusammenhang kann z.B. auf die strukturellen Prozesse der Wissenschaftsorganisation, der Rivalität der Psychologen und Pädagogen und der politischen und gesellschaftlichen Determinanz der psycho-pädagogischen Ideen verwiesen werden. Diese Determinanz ist jedoch nicht im Stande, die unterschiedlichen Auswirkungen der pädagogischen Psychologie vollständig zu erklären, so daß auch biographische Elemente der verschiedenen Autoren in Betracht gezogen werden müssen
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