Vom 16. bis 19. Jahrhundert waren die europäischen Kolonialreiche für die Zwangsumsiedlung von rund 12,5 Millionen Menschen vom afrikanischen auf den amerikanischen Kontinent verantwortlich. Ziel war es, Arbeitskräfte zum Abbau von Erzen und Edelmetallen sowie für die Arbeit auf ausgedehnten Plantagen zu gewinnen. Um dieses System zu legitimieren, entstand eine rassistisch begründete Ideologie, die unterschiedlichen „Rassen“ Werte für die menschliche Entwicklung zusprach. Weltweit etablierten sich Produktionsprozesse auf Basis von Sklavenarbeit. Menschenhandel und die Zwangsumsiedlung vieler Menschen über einen langen Zeitraum waren die Voraussetzung hierfür. Für die wirtschaftliche Entwicklung der beteiligten Nationen war dieses Wirtschaftsmodell entscheidend, da mit ihm ein Teil des Kapitals erwirtschaftet wurden, das die industrielle Revolution in Europa und Nordamerika mit ermöglichte.
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