Zusammenfassung: Die Erweiterung der Europäischen Union (EU) zum 1. Mai 2004 stellt die bisher größte Herausforderung in der Geschichte der EU dar. In Anbetracht der Tatsache, dass der Agrarsektor zu den besonders problematischen Bereichen in den Beitrittsverhandlungen zählte, wird dargestellt, welche Perspektiven sich für die Agrarwirtschaft und die Agrarpolitik nach der Ost-Erweiterung ergeben. Ausgehend von einer Darstellung der Entwicklung des Agrarsektors in der Transformation wird analysiert, welche Wettbewerbsvor- bzw. -nachteile für die mittel- und osteuropäischen Länder zu erwarten sind. Mögliche Auswirkungen der Ost-Erweiterung für die regionale Disparität in der EU, für die Landwirtschaft in den neuen und den bisherigen Mitgliedsländern werden diskutiert. Angesichts der zusätzlichen Anforderungen, die vor der europäischen Agrarpolitik im Zusammenhang mit der Ost-Erweiterung stehen, kann festgestellt werden, dass sich ihre Neuausrichtung auf Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftliche Anerkennung multifunktionaler Leistungen wohl erst am Anfang befindet.
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