In diesem Beitrag wird der Frauenname aus dem ägyptischen pBM EA 9964 thematisiert. In Übereinstimmung mit der gängigen communis opinio wird er für semitisch beeinflusst gehalten. Die bisherigen Erklärungen von Schneider mit ʾnk „ich“ oder ʾnk „Zinn/Blei“ werden als nicht sehr überzeugend empfunden. Die hier vorgeschlagene Lösung geht von einem möglichen Zusammenhang mit der nordwestsemitischen Wurzel inq „saugen/ säugen“ aus. Das Wort stellt demnach einen Satznamen mit konjugierter semitischer Verbalform dar, für den es genügend Parallelbeispiele gibt. Die Bedeutung „Möge sie säugen“ wird als Bittgebet der Eltern nach der Geburt ihrer Tochter um den Beistand einer Göttin verstanden.
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