Ayuda
Ir al contenido

Dialnet


Mit Gulag-Erfahrung in die DDR. Trude Richter und Zenzl Mühsam zwischen Zensur und Selbstzensur

    1. [1] Universitat de Barcelona

      Universitat de Barcelona

      Barcelona, España

  • Localización: Literarische Inszenierungen von Geschichte: Formen der Erinnerung in der deutschsprachigen Literatur nach 1945 und 1989 / coord. por Manuel Maldonado Alemán, Carsten Gansel, 2018, ISBN 978-3-658-21670-2, págs. 323-332
  • Idioma: alemán
  • Enlaces
  • Resumen
    • Die Kommunistin Trude Richter (1899-1989), 1. Sekretär des BPRS, und Zenzl Mühsam (1884-1962), die Witwe des im KZ Oranienburg ermordeten anarchistischen Schriftstellers Erich Mühsam, kamen Mitte der 1930er Jahre in die Sowjetunion, um kurz darauf verhaftet und in den Gulag geschickt zu werden. Dem folgte die Verbannung nach Sibirien. In den 1950er wurden sie rehabilitiert und kamen in die DDR. Die 1990 erschienenen Memoiren von Richter, Totgesagt. Erinnerungen, und die erst 1995 veröffentlichte Auswahl von Briefen Mühsams zeugen von der eingeschränkten, ständigen Kontrollen unterworfenen Integration von Exilanten mit Gulag-Erfahrung in der DDR. Ihre Publikation deckt überdies die Machenschaften der kulturpolitischen Organe in jenem Staat auf, die den Opfern des Stalinismus die Schweigepflicht über erlittenes Unrecht in der Sowjetunion auferlegten und sie zu Zensur bzw. Selbstzensur zwangen. Als textuelle Beiträge zur (Re-)Konstruktion dieses Aspekts der DDR-Geschichte werden sie in diesem Kapitel auf der Suche nach dem auffallenden Kontrast zwischen dem Verschweigen und Verschleiern der erlebten Repression und der trotzdem durchschimmernden Anklage untersucht.


Fundación Dialnet

Dialnet Plus

  • Más información sobre Dialnet Plus

Opciones de compartir

Opciones de entorno