Die beiden Fließgewässereinzugsgebiete der Inde und Geul, die den Nordrand des Hohen Venns im Dreiländereck Belgien-Niederlande-Deutschland entwässern, zeigen untereinander deutliche Unterschiede in den durchschnittlichen Werten der anorganischen Nährstoffverbindungen. Die Gründe liegen in der verschiedenartigen Landnutzung, der unterschiedlichen wasserwirtschaftlichen Praktiken sowie der kulturlandschaftlichen Entwicklung in den Anrainerstaaten. Der gewässerökologische Zustand schwankt innerhalb des Untersuchungsgebietes in weiten Grenzen, weil permanent Nährstoffbelastungen aus Landwirtschaft und Haushalten über Punkt- und diffuse Quellen den Fließgewässern zugeführt werden. Mit der Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie wird das Gewässermanagement weniger an Verwaltungs- und Landesgrenzen, sondern an Fließgewässereinzugsgebieten ausrichtet. Die vorliegenden Untersuchungsergebnisse unterstreichen den Bedarf, die Zustände von Inde und Geul über ein solches integratives Gewässermanagement zu verbessern. Dabei spielen die Minderung von Nährstoffeinträgen über diffuse Quellen und das Verständnis für hydrologische und geomorphologische Prozesse in Flusssystemen eine große Rolle, um zukünftig gute gewässerökologische Qualitätszustände an den grenzüberschreitenden Fließgewässern der Euregio Maas-Rhein zu erreichen.
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