Die heute bis in Tageszeitungen hinein verbreitete Kritik an Naturwissenschaft und Technik, an Fortschritt und Rationalität hat eine Wertediskussion popularisiert, die sich seit Max Webers (wie auch immer zu interpretierendem) Wertfreiheitspostulat durch die philosophische und wissenschaftliche Diskussion zieht. Es gehört heute zum Konsens unter den meisten Wissenschaftlern, dass sie gar nicht nicht-wertend wissenschaftlich handeln können. N. Groeben & B. Scheele etwa betonen, dass der Wissenschaftler ,,(...) immer schon zumindest implizit werten/bewerten muss und diese Wertungen besser als explizite kritisierbar gemacht werden sollten“, und sie ziehen draus den Schluss, dass ,,(...) die empirische Wissenschaft das Wertfreiheitspostulat überwinden sollte, um nicht ein Vakuum für irrationalistische Strömungen entstehen zu lassen.“ (1977:123)
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