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Forensische Nachsorge von Migranten: Versorgungsepidemiologische Daten der forensischen Basisdokumentation Baden-Württembergs (FoDoBa)

  • Autores: Jan Bulla, Jan Querengässer, Klaus Hoffmann, Thomas Ross
  • Localización: Monatsschrift für kriminologie und strafrecht, ISSN 0026-9301, Vol. 98, Nº. 5, 2015, págs. 415-427
  • Idioma: alemán
  • Texto completo no disponible (Saber más ...)
  • Resumen
    • Hintergrund: Bei insgesamt heterogener Studienlage zur psychiatrischen Versorgung von Migranten liegt bislang keine Untersuchung zur forensischen Nachsorge von Migranten vor.

      Fragestellung: Unterscheiden sich Migranten und Nicht-Migranten hinsichtlich Unterbringungsdauer, kriminologischer Vorbelastung, psychiatrischer Hauptdiagnosen und Anlassdelikten? Bestehen Unterschiede bei entlassenen Migranten mit und ohne Ambulanzweisung? Material und Methoden: Von N = 3.070 in der forensischen Basisdokumentation Baden-Württembergs erfassten Patienten wurden n = 610 untersucht, die aus einer Maßregel gem. § 63 StGB entlassen worden sind und eine Ambulanzauflage erhalten haben (Vollerhebung zwischen 2009 und 2013). N = 206 Personen hatten einen Migrationshintergrund.

      Ergebnisse: Die Unterbringungsdauer von Migranten und Nicht-Migranten im Maßregelvollzug unterscheidet sich nicht. Die Diagnose einer Schizophrenie ist bei Migranten überrepräsentiert. Die kriminologische Vorbelastung von Migranten ist hingegen deutlich geringer.

      Diskussion: Die Schwelle, schizophren erkrankte Migranten mit geringem Rückfallrisiko an das allgemeinpsychiatrische Versorgungssystem anzugliedern, liegt höher als bei Nicht-Migranten. Verbesserte Versorgungsangebote für Patienten mit Persönlichkeitsstörungen würden eine deutliche Stärkung transkultureller Kompetenz voraussetzen


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