That one should be sorneone else s property. Bondage in the Sachsenspiegel. It is often assumed that the Sachsenspiegel (Saxon Mirror), a private medieval compilation of Saxon law, contradicted bondage fundamentally with its revolutionary demand for freedom. This article chalIenges the established view by explaining that the Sachsenspiegel 's author, Eike von Repgow, merely argued against the usurpation of another person 's freedom while accepting bondage by contract.This contractual approach at least implied a mitigation of bondage. Eike tried to refute common justifications of bondage derived from biblical narratives. Because he took these narratives as true stories, he brought forward arguments of historical analysis instead of dogmatic considerations. Nowadays, bondage within the Sachsenspiegel is often equated with serfdom, while Eike described the status of a bondsman rather like that of a slave.
Oft wird angenommen,der Sachsenspiegel, eine private mittelalterliche Aufzeichnung sächsischen Rechts stehe mit seiner revolutionaren Forderung nach Freiheit im absoluten Widerspruch zur Unfreiheit. Der vorliegende Beitrag hinterfragt diese Sicht. Er zeigt, dass Eike von Repgow, der Autor des Sachsenspiegels, nur die einseitige Aufhebung der Freiheit ablehnte, während er Unfreiheit kraft Vertrags anerkannte. Im Vertragsgedanken war immerhin eine Abmilderung der Unfreiheit angelegt. Eike versuchte gängige, aus biblischen Erzahlungen abgeleitete RechtfertipgenderUnfreiheitzu widerlegen. Da er diese Erzählungen als wahre Begebenheiten auffasste argumentierter er vor allem mit einer historischen Analyse, statt mit dogmatischen Überlegungen. während Unfreiheit im Sachsenspiegel heute oft mit Leibeigenschaft gleichgesetzt wird, beschrieb Eike den Status eines Unfreien eher als den eines Sklaven.
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