Emil Sehling (1860-1928) hatte 40 Jahre lang den Erlanger Lehrstuhl für Kirchenrecht inne, sein Name ist vor allem mit seinem Hauptwerk verbunden, der Edition evangelischer Kirchenordnungen des 16. Jahrhunderts. Neben seinen Lehrverpflichtungen und Forschungen zu verschiedenen juristischen Themen arbeitete Sehling viele Jahrzehnte an der Sarnrnlung und Herausgabe der Kirchenordnungen. Die fünf Bände, die er bis 1913 zum Druck brachte, verschafften ihm groBe öffentliche Anerkennung. Hinter diesem Erfolg bleibt jedoch verborgen, dass die Fortsetzung der Reihe von Anfang an durch finanzielle Schwierigkeiten bedroht war. Sehling konnte sein Lebenswerk schlieBlich nicht mehr selbst vollenden.
Für diesen Beitrag wurden erstrnals drei Quellenbestände ausgewertet, die neue Erkenntnisse zu Sehlings Leben und Werk erbracht haben. Sie führen ein langes Forscherleben im späten 19.
und frühen 20. Jahrhundert vor Augen
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