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Ockham und die Kanonisten: Ein Beispiel des Streits der Fakultdten um politiktheoretische Kompetenz im 14. Jahrhundert

  • Autores: Jürgen Miethke
  • Localización: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte.: Kanonistische Abteilung, ISSN 0323-4142, Vol. 128, 2011, págs. 390-399
  • Idioma: alemán
  • Texto completo no disponible (Saber más ...)
  • Resumen
    • Uneinigkeit und Streit zwischen Theologen und Kanonisten mittelalterlicher Universitäten waren häufig seit der Begründung der mittelalterlichen Universität, Ein Ausschnitt dieser geradezu ewigen Kontroverse wird hier betrachtet, die Kritik Wilhelms von Ockham gegen die AnmaBungen kanonistischer Experten in politiktheoretischen Fragen. In seiner Polemik gegen Papst Johannes XXII., seines Zeichens ein Kanonist und der kanonistischen Rechtswissenschaft in seinen theoretischen Anschauungen verpflichtet, trug Ockham eine Reihe von Argumenten vor, die hier als Beispiel interfakultärer Polemik des 14. Jahrhunderts vorgestellt werden. Dabei griff Ockham zurück auf eine hochgradig aristotelisch geprägte Wissenschaftslehre, die ihm Distanz gegenüber juristischen Argumentationsmustem verschaffie, wie sie das bereits bei Theologen der Hochscholastik getan hatte. Zugleich ermöglichte ihm dieses Vorgehen eine scharfe Kritik an Papst Johannes XXII. selbst, der mit theologischen Perspektiven kaum vertraut war und während seines Pontifikats eine ganze Reihe von Theologen - darunter Ockham selbst - einer Lehrzensur unterworfen hatte. Ockhams Polemik belegt aber auch eine besondere Qualität professionellen theologischen Selbstbewusstseins gegenüber den anderen Wissenschaftsdisziplinen.


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