In der Vita des Pachomius, des Gründers der nach ihm benannten pachomianischen Klöster in Ägypten, findet sich auch der Bericht über den Eintritt des jungen Theodoros. Aus diesem Bericht wird abgeleitet, dass Theodoros gegen den elterlichen Willen in das Kloster eingetreten sei. Es seien also, so die Annahme, elterliche Rechte missachtet worden. Auf dieser Hypothese bauen weitere Hypothesen bezüglich des ägyptischen Mönchtums auf, die in ihren Grundzügen dargestellt werden. Eine genaue Untersuchung des Berichts der Vita zeigt, dass die Annahme einer Missachtung der elterlichen Rechte von Voraussetzungen ausgeht, die sich im Text der Vita nicht nachweisen lassen. Es wird gezeigt, dass im vorliegenden Fall elterliche Rechte nicht missachtet wurden.
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