The Middle Ages are generally considered as a time where literary production that can be regarded as scholarly adhered to the ideals of ordo and norm. But is this still true for the 15th century? Investigations undertaken in the context of a thesis at the University of Potsdam suggest the contrary: In scholarly descriptions of the Hispania, a number of different strategies of processing information from older works could be identified. They range from simple citation over a careful review of established knowledge all the way to generating new information based on older texts or even applied knowledge.
Das Mittelalter wird gewohnlich als eine Epoche verstanden, in der wissenschaftliche, schriftstellerische Tatigkeit den Idealen und der Norm eines ordo folgte. Triff t dies fur das 15. Jahrhundert noch zu? Die vorliegenden Untersuchungen, entstanden aus einer Abschlussarbeit an der Universitat Potsdam, scheinen das Gegenteil zu belegen. In einer Analyse wissenschaftlicher Beschreibungen der Hispania konnten eine Reihe unterschiedlicher Strategien identifi ziert werden, wie Informationen aus alteren Werken inkorporiert und bearbeitet wurden. Dabei erstrecken sich die Strategien uber die ganze Spannweite vom einfachen Zitaten uber eine vorsichtige Neubewertung bis hin zur Generierung von neuem Wissen aufgrund alterer Texte oder sogar aufgrund von Anwendungswissen.
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